Urlaub auf dem Land: Wie Feriencamps regionale Tourismuskonzepte erweitern
Immer mehr Urlauber entdecken seit einigen Jahren die Vorzüge ländlicher Regionen. Der Wunsch nach Ruhe, Natur und Platz für die eigenen Ideen zieht viele Reisende an, die Abstand gewinnen möchten. Neben vielen klassischen Ferienhäusern und kleinen Pensionen entstehen vermehrt weitere Angebote, die längere Aufenthalte bei einer breiten Zielgruppe ermöglichen. Dazu gehören auch betreute Programme für Kinder und Jugendliche, die sich gut in bestehende Tourismuskonzepte einfügen lassen.
Neue Anforderungen an den Urlaub mit der Familie
Familien haben an ihre Urlaubsdestinationen heute größere Anforderungen gestellt. Neben der passenden Unterkunft werden Betreuung, Geborgenheit und sinnvolle Freizeitgestaltung zunehmend wichtig. An dieser Stelle kommt das Feriencamp als ergänzendes Angebot ins Spiel. Es bietet den Kindern in einem betreuten Rahmen feste Aktivitäten an und gibt den Eltern die Freiheit, ihren Aufenthalt ganz nach ihren Wünschen zu gestalten. Solche zusätzlichen Angebote erweitern das klassische Ferienhausmodell, ohne dessen Vorzüge einzuschränken.
Wandel im Ferienhausmarkt
Der Ferienhausmarkt hat sich in den letzten Jahren strukturell gewandelt. Die Gäste erwarten heute mehr als nur eine Schlafmöglichkeit. Ergonomie heißt das Stichwort und meint Angebote, die Erholung mit unterschiedlichsten Angeboten vor Ort kombinieren. Gerade Familien achten bei der Wahl ihres Urlaubsortes darauf, dass sie Rahmenbedingungen vorfinden, die Eltern Entspannung bieten und gleichzeitig altersgerechte Angebote für Kinder bereithalten. Ländliche Standorte sind hier im Vorteil, da sie Platz, Natur und Übersichtlichkeit vereinen.
Ergänzungsangebote als Standortfaktor
Zusätzliche Programme – seien es Sportangebote, Kreativwerkstätten, Erlebnispädagogik oder Bauernhofangebote – steigern die Attraktivität einer Region. Während die Ferienhäuser den privaten Rückzugsort bieten, ermöglichen organisierte, begleitete Angebote auch das Gesamterlebnis zu steigern. Ein Feriencamp schafft Mehrwert, ohne die klassischen Unterkünfte zu ersetzen. Eltern erhalten zeitliche Freiräume, während die Kinder in einem strukturierten Rahmen gut betreut sind. Diese Verbindung erhöht die Aufenthaltsdauer und stärkt die Bindung zu den Angeboten vor Ort.
Regionale Wertschöpfung und Saisonauslastung
Die Feriencamps wirken sich positiv auf die regionale Wirtschaft aus. Die längeren Buchungszeiträume sorgen für bessere Auslastung von Unterkünften, Gastronomie und lokalen Dienstleistern. Auch außerhalb der Hauptsaison können betreute Angebote dazu beitragen, Nachfrage zu stabilisieren. Gerade in ländlichen Regionen, wo der Tourismus oft saisonal geprägt ist, entstehen so planbarere Einnahmen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten.
Nachhaltigkeit und soziale Aspekte
Ein weiterer Pluspunkt liegt in der nachhaltigen Nutzung der bestehenden Strukturen. Feriencamps bedienen sich häufig der vorhandenen Gebäude, Außenflächen und regionalen Ressourcen. Die Einbindung von regionalen Anbietern, Vereinen oder Fachkräften aus dem pädagogischen Bereich stärkt die sozialen Netze und fördert die Identifikation mit dem Standort. Der Tourismus bleibt überschaubar und fügt sich in die regionale Lebensweise ein. Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur ökologisch verstanden, sondern umfasst auch soziale und wirtschaftliche Dimensionen. Eine allgemein anerkannte Einordnung liefert Greenpeace mit einer verständlichen Erklärung dazu, was Nachhaltigkeit bedeutet und wie verantwortungsvolles Handeln langfristige Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft berücksichtigt.
Bedeutung für Reisende
Für die Urlaubsgäste entsteht so ein ausgeglichenes Angebot. Familien können ihre individuellen Unterkunftsformen mit den betreuten Programmen kombinieren. Die Kinder erleben ihren Urlaub aktiv und gemeinschaftlich, wohingegen die Erwachsenen die Umgebung selbstbestimmt nutzen können. So werden die Feriencamps zu einem Bestandteil eines ganzheitlichen Urlaubskonzepts, das Erholung, Struktur und regionale Verbundenheit miteinander verknüpft.
11. Februar 2026 14:37
