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Wissenswertes über Baufinanzierungen

Der Schritt zum Eigenheim und dessen Finanzierung ist in jeder Lebenslage und in jedem Alter eine Herausforderung und scheint auf den ersten Blick kompliziert. Mit der richtigen Beratung und Vorbereitung lässt sich dieser Schritt aber gut bewältigen. Ein guter Anfang ist die lokalen Volksbanken oder Kreisparkassen aufzusuchen. Diese kennen sich nicht nur gut im jeweiligen Immobilienmarkt aus, sondern sind entsprechend erfahren, seriös und kundenfreundlich ohne dass man viel Geld in der Tasche haben muss. Die Volks- und Raiffeisenbanken basieren auf dem Prinzip, dass sich die „Normalbürger“ zu einer Finanzierungsgemeinschaft zusammenschließen. Auch die teils dem Land gehörenden Sparkassen unterstützen traditionell „Otto-Normalverbraucher“. Sie müssen also kein Schweizer Bankkonto vorweisen. Zudem bieten die Webseiten der Banken viele Informationen und Baufinanzierungsrechner, mit denen Sie einen Online-Probelauf machen können und ein Gefühl dafür bekommen, was Sie sich leisten können oder möchten.

Einnahmen – Ausgaben. Wenn Sie Ihre monatlichen Ausgaben von den Einnahmen abziehen, wissen Sie, wieviel Geld Sie für eine Finanzierung übrighaben. Genau diese Rechnung machen auch die Finanzierer. Die Einnahmen, also das Einkommen sowie ggf. Einnahmen aus anderen Investitionen sind schnell ersichtlich. Mit den Ausgaben wird es komplizierter. Schauen Sie am besten die Kontoauszüge der letzten Monate durch und seien Sie ehrlich. Lassen Sie sich dabei etwas Geld für Ihre Freizeit und Hobbys übrig. Solange die Ausgaben aber im Rahmen liegen und Sie verantwortungsbewusst sind, ist das kein Problem. Dann fallen solche Beträge in dieselbe Kategorie wie Vereinsbeiträge oder Klavierstunden und Sie als Kreditnehmer werden nicht anders beurteilt oder behandelt. Genießen Sie also Ihre Freizeit und achten Sie darauf, dass Ihre Gesamtausgaben in vernünftigem Rahmen bleiben.

Nebenkosten und Steuern. Neben den reinen Finanzierungs- oder Anschaffungskosten fallen bei einem Immobilienerwerb Grunderwerbsteuer (etwa 5 Prozent, je nach Bundesland), Notar- und Gerichtskosten von 1 bis 1,5 Prozent auf den Kaufpreis und ggf. Maklergebühren, in der Regel von 3 bis 7 Prozent an. Falls Sie ganz neu bauen, informieren Sie sich über Erschließungskosten. Wenn man alles zusammenrechnet können unterm Strich zwischen 10 und 30 Prozent Nebenkosten entstehen. Die gute Nachricht ist, dass Sie Immobilienkredite unter Umständen steuerlich absetzen können, vor allem dann wenn die Immobilien zunächst vermietet wird. Informieren Sie sich beim Steuerberater, das kann sich lohnen.

Eigenkapital und Risiken. In Deutschland ist es noch üblich zumindest um die 20 Prozent Eigenkapital vorzulegen, das heißt Banken finanzieren in der Regel bis zu 80 Prozent des Verkehrswertes. Je mehr Eigenkapital Sie investieren können, desto kleiner und günstiger wird die Finanzierung. Im Moment sind die Zinsen niedrig, versuchen Sie deshalb eine lange Zinsbindung zu bekommen. Achten Sie auf Laufzeiten oder Änderungen im Tilgungsplan und andere Kosten, wie Bereitstellungsgebühren. Eine Finanzierung muss auch langfristig auf Ihren Bedarf passen und Ihnen wie erwähnt Freiraum für Privatausgaben lassen.

Sobald Sie alles gut durchdacht und berechnet haben, steht Ihrem Immobilientraum nichts im Wege.



Oct. 9, 2019, 7:34 p.m.